So will ich bis auf Weiteres die Schüttdichte von Rohkaffee messen. / Update: Oder doch nicht?




Somit ergibt sich eine ungefähre Schüttdichte des Rohkaffees von
140,4 g / 196,8 ml = 713 g/l
Dies war übrigens mein Yellow Pacamara, angebaut auf ca. 1650 masl.
Update 2026-01-23: Rob Hoos hat in Interviews sehr plausibel erklärt, dass diese „trockene“ Methode eigentlich nicht sonderlich gut geeignet ist, wenngleich sie recht verbreitet ist. Es gibt verschiedene Bohnenformen, die auf diese Weise zu sehr unterschiedlichen Messwerten führen können, auch wenn die eigentlich für die Röstung wirksame Dichte ähnlich ist. Die wirksame Dichte lässt sich deutlich besser durch Verdrängung in Wasser messen. Dadurch verschwendet man vielleicht 15g Rohkaffee, aber der Messwert erhält mehr Aussagekraft. Es funktioniert prinzipiell so:
- Man füllt einen Messbecher mit Wasser bis zu einem gewissen Mengen Messtrich.
- Man wiegt eine gewisse Menge Rohkaffeebohnen ab, vielleicht m = 15g.
- Man gibt diese Menge in den Wasserbecher.
- Nun liest man den neuen Füllstand am Messbecher genau ab.
- Die Differenz (also der Anstieg des Volumens) ist der maßgebliche Messwert V, nehmen wir an V = 13ml.
- Nun können wir auf ein einheitliches Maß von einem Liter hochskalieren:
Dichte = 1000 * m / V = 1000 * 15g / 13ml = 1154 g/l.
An derart erhaltenen Werten, die nun über 1000 g/l liegen, wird auch plausibel, dass Rohkaffee in der Regel in Wasser untergeht, weil er schwerer als Wasser ist.

